Almut Dreßler-Ahlburg – eine grandiose Leistung beim Arberland Ultratrail 100k
Nachdem wir euch bereits die Eindrücke der Siegerin des Arberland Ultratrail 100k Elitelaufs vorgestellt haben, möchten wir nun bewusst auch die Leistung der zweitplatzierten Athletin in den Fokus rücken. Denn was Almut Dreßler-Ahlburg bei unserem Lauf im vergangenen Jahr gezeigt hat, war ebenso beeindruckend – sportlich wie menschlich.
Mit Almut stand eine der bekanntesten deutschen Ultraläuferinnen an der Startlinie. Die Berlinerin ist mehrfach Deutsche Meisterin über die 50-Kilometer und zählt seit Jahren zu den stärksten Athletinnen über diese Distanz im nationalen Ultralaufbereich. Umso größer war für uns die Ehre, dass sie sich entschieden hat, den Arberland Ultratrail 100k Elite Lauf zu bestreiten – einen der anspruchsvollsten Läufe im Mittelgebirge.
100 Kilometer, 4.000 Höhenmeter und ein hartes Zeitlimit
Der Arberland Ultratrail 100k Elite Lauf verlangt den Athletinnen und Athleten alles ab:
100 Kilometer Streckenlänge, rund 4.000 Höhenmeter und ein hartes Zeitlimit von 15 Stunden machen diesen Lauf zu einer echten Herausforderung – körperlich wie mental.
Almut meisterte diese Aufgabe mit einer herausragenden Performance. In einer Zeit von 12:38:24 Stunden überquerte sie die Ziellinie und sicherte sich damit Gesamtplatz zwei in der Frauenwertung. Besonders bemerkenswert: Sie war mit dieser Zeit nur knapp eine Stunde langsamer als der männliche Gesamtsieger des Rennens – ein eindrucksvoller Beleg für das außergewöhnlich hohe sportliche Niveau ihrer Leistung.
Mit diesem Ergebnis hat sich Almut einen Platz weit vorne in der Arberland-Ultratrail Hall of Fame mehr als verdient.
Ein besonderer Bezug zum Bayerischen Wald
Der Weg zum Arberland Ultratrail war für Almut kein Zufall. Auf der Suche nach einem langen, landschaftlich reizvollen Ultralauf stieß sie auf unsere Veranstaltung – und fühlte sich sofort angesprochen. Der Bayerische Wald ist für sie mit vielen persönlichen Erinnerungen verbunden: Mehrmals verbrachte sie hier als Jugendliche ihren Urlaub, und sogar einer ihrer ersten Wettkämpfe, der Rabensteiner Dorflauf, fand zufällig während eines dieser Aufenthalte statt. Diese persönliche Verbindung zur Region machte die Entscheidung, bei uns an den Start zu gehen, umso stimmiger.
100 Kilometer voller Emotionen
Obwohl Almut bereits seit vielen Jahren erfolgreich Ultraläufe bestreitet, hat sich ihre Leidenschaft für die ganz langen Distanzen erst in den letzten eineinhalb Jahren nochmals intensiviert. Der Arberland Ultratrail 100k war dabei eine ganz besondere Erfahrung.
Sie beschreibt den Lauf als „richtig schön“ – sowohl in Bezug auf die Organisation als auch auf die Strecke. Natürlich blieb auch sie nicht von den typischen Höhen und Tiefen eines Ultralaufs verschont: Zwei Phasen mit starken Magenproblemen zwangen sie zu ungeplanten Stopps und kosteten wertvolle Zeit. Doch Aufgeben war nie eine Option. Von Kilometer 1 bis 95 lief sie mit Freude und Dankbarkeit durch den Wald, getragen von der abwechslungsreichen Strecke und der besonderen Atmosphäre.
Erst der letzte, unerwartet lange Anstieg forderte mental noch einmal alles. Doch spätestens nach dem letzten Verpflegungspunkt, mit den bekannten letzten vier Kilometern vor Augen, überwog wieder das Glücksgefühl. „Ich war super happy und dankbar für den Tag im Wald“, schreibt Almut rückblickend – Worte, die den Charakter des Arberland Ultratrails perfekt widerspiegeln.
Atmosphäre, Abwechslung und Herzblut
Besonders angetan war Almut von der Stimmung entlang der Strecke: der lebendige Startbereich, die Anfeuerung bis hinauf zum Kleinen Arber und anschließend die wohltuende Ruhe des Waldes, immer wieder unterbrochen von den Stadiondurchläufen. Auch die Streckenführung mit ihrer großen Abwechslung blieb ihr nachhaltig in Erinnerung.
Ihr Fazit bringt es auf den Punkt:
„Der Arberland Ultratrail ist ein liebevoll und durchdacht organisierter Lauf im Mittelgebirge, der vor allem mit seiner abwechslungsreichen Strecke überzeugt.“
Verbesserungsvorschläge? Fehlanzeige. Stattdessen ein klares „Macht weiter so!“ – ein größeres Kompliment kann es für ein Organisationsteam kaum geben.
Eine Leistung, die bleibt
Almut Dreßler-Ahlburg hat mit ihrem zweiten Gesamtrang im Frauenfeld, ihrer starken Zeit von 12:38:24 Stunden und dem souveränen Umgang mit einem der härtesten Kurse im Mittelgebirge nicht nur sportlich Maßstäbe gesetzt, sondern auch eindrucksvoll gezeigt, wofür der Ultralaufsport steht: Ausdauer, Leidenschaft und mentale Stärke.
Dass eine Athletin ihres Kalibers unseren Lauf weiterempfiehlt und in durchweg positiver Erinnerung behält, macht uns stolz – und bestätigt den besonderen Charakter des Arberland Ultratrails.
Vielen Dank, liebe Almut, für diese außergewöhnliche Leistung und dafür, dass du Teil der Arberland-Ultratrail-Geschichte bist.